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ARGE WarmblutSep 2022 / Warmblut

Ausgezeichnete Pferde, exzellente Champions und ein nennenswertes Rahmenprogramm – das war das 38. AWÖ-Bundeschampionat

Das jährliche Zucht- und Sport-Highlight, fix am dritten Septemberwochenende eingetragen, ging dieses Jahr von 15.-18. September 2022 über die Bühne. Ein Bundeschampionat mit einer noch nie dagewesenen Pferdequalität und einem tollen Rahmenprogramm zwischen den Sport- und Zuchtbewerben.


Insgesamt galt es 18 Championatstitel in der Zucht und sieben im Sport zu vergeben. Ein 16-köpfiges Richterkollegium bewerteten die rund 350 Pferde in fünf verschiedenen Sparten – Zucht, Dressur, Springen, Fahren und Vielseitigkeit – und den offenen Bewerben. Ein großes Dankeschön darf man auch an die unzähligen Helfer/innen ausrichten, ohne die eine solch große Veranstaltung nicht möglich wäre. Viel Regen und wenig Sonnenschein zog sich durch das Wochenende und trotz dessen waren wieder viele Besucher/innen im Pferdezentrum Stadl-Paura und sorgten gerade bei den Abendveranstaltungen in der Karl-Bauer-Haller für großartige Stimmung und würdige Kulisse. Für all jene die von Zuhause aus zuschauen wollten, übertrug Clipmyhorse.TV live auf allen Plätzen. 


Fohlenchampionat – Eine noch nie dagewesene Qualität
Der AWÖ-Fohlenjahrgang 2022 wird vielen im Gedächtnis bleiben, denn die Qualität war nicht nur sehr gut - sie war überragend. Das eingespielte Richterteam Hans-Heinrich Brüning und Dr. Helmut Feigl waren überwältigt und sprachen lobende Worte aus: „Von den gesamten Fohlenjahrgängen, die ich bis jetzt in Stadl-Paura gerichtet habe, übertrifft der heurige mit großem Abstand. Großteils der Fohlen wären bei deutschen Championaten auch ganz vorne dabei gewesen. Ich bin begeistert von der Zuchtplanung der Beschicker und es ist eine große Freude diese Leidenschaft zu beobachten.“ Aufgrund des schlecht gemeldeten Wetters wurde das Fohlenchampionat kurzer Hand in die große Veranstaltungshalle verlegt, was aber keinesfalls ein Nachteil war. Die Fohlen präsentierten sich ausgezeichnet und die volle Tribüne tobte bei der grandiosen Qualität des Nachwuchses. „Das Publikum tobte mit Emotionen sowie Sachverstand und begleitete das Geschehen mit voller Begeisterung. Es macht wirklich Spaß beim AWÖ Bundeschampionat dabei zu sein!“ so Hans-Heinrich Brüning.


Von den genannten 100 Fohlen zogen am Samstag 89 Fohlen, aufgeteilt auf 13 springbetonte Stutfohlen, 15 springbetonte Hengstfohlen, 22 dressurbetonte Stutfohlen, 22 dressurbetonte Hengstfohlen und 17 österreichische Reitponyfohlen in das Rennen um die diesjährige Titelvergabe. 


Springbetonte Stutfohlen
Die Bundeschampionesse der springbetonten Stutfohlen hört auf den Namen Hasta La Vista. Moderner und aktueller kann ein Stutfohlen nicht gezogen sein. Starvererber Emerald van t'Ruytersdhof als Vatertier vervollständigt sich ihr Pedigree mütterlicherseits mit Numero Uno. Mit einem Ausdruck und genügend Körperelastizität in allen Grundgangarten erhielt sie eine Gesamtnote von 9,2. Züchter und Besitzer dieses ausgezeichneten Fohlens ist Soheil Almaloonezhadyousefi.
Der Reservesieg geht an die Sportpferdezucht Leser mit Sierra Leonie von Conthargos / Contendro I. Konsequent durchgezüchtet auf feinstes Springblut zeigte sich dieses elegante, hochmoderne Fohlen mit viel Charme und weiblichen Ausdruck und fesselte die Richter vom Fleck weg. Diese vergaben die Endnote von 9,0 und somit Platz zwei. 
Christoph Wörgötter, dem Obmann Stellvertreter der AWÖ, darf man mit seinem Stutfohlen Liandra ganz herzlich zum dritten Platz gratulieren. Heuer haben nicht nur seine Stuten einen Nachwuchs bekommen, sondern er selbst ist Vater geworden. Man darf hoffen, dass sein Sohn Lukas irgendwann in die Fußstapfen von Christoph steigt und die Züchterfamilie eine weitere Generation fortlebt. 


Springbetonte Hengstfohlen
„Oft geträumt, aber selten erreicht.“ So eröffnete Helmut Feigl die Moderation des Siegers bei den springbetonten Hengstfohlen. Diese Seltenheit wurde aber beim Bundeschampion Opimus-Omar H erreicht. Ein markanter Zuchtfortschritt wurde mit der Anpaarung von dem Spitzenvater Opium JW v.d. M. und Mutter/Vater Numero Uno erreicht. In jeder Phase seiner Vorstellung punktete dieses sportliche, langbeinige und elastische Fohlen, welche mit einer Endnote von 9,2 Punkten belohnt wurde. Gratulation an den Züchter und Besitzer Michael Haas.
Auf einen außergewöhnlichen Namen hört der Reservesieger: Franz Pferdinand, der mit seinem Springpedigree Forlee x Abke eine hochinteressante Mutterlinie aufweist. Sein Vater schuf hier ein blutgeprägtes, trockenes Fohlen, welches in jeder Phase mit ausreichend Selbstbewusstsein überzeugte. Als Endnote vergaben die Richter eine 9,0. 


Dressurbetonte Stutfohlen
Die Siegerin bei den dressurbetonten Stutfohlen ist Boney M und stammt aus der Zucht von Ludwig Scheuringer und steht im Besitz von Christina Steinbrener. Ein Fohlen, welches in seiner Typaussage und auch im Bewegungsablauf seines gleichen sucht. Mit dem Pedigree So Perfect x Bretton Woods ist das eine weitere bewusste Anpaarung des Züchters. Zweimal vergab das Richterkollegium die 9,5 (Endnote 9,3) – Sie ist in der Typaussage einer wahren Championesse würdig. 
Die stolze Züchterin und Besitzerin Ulrike Forst erreichte mit der Kombination von D´Egalite und Morricone den Reservetitel der dressurbetonten Stutfohlen. Ihr Fohlen hört auf den Namen Daenerys MP und erreichte als Endnote eine 9,2. Ein sehr schön bergauf konstruiertes Fohlen mit großem Auge und einem hervorragenden Bewegungsablauf.  


Dressurbetonte Hengstfohlen
Eine absolute Erscheinung am Samstagabend war das Siegerfohlen der dressurbetonten Hengste. Forever Frantsits kommt aus der Zucht und steht im Besitz von Jürgen & Bettina Frantsits. Die Emotionen waren groß und auch das Publikum tobte auf der Tribüne. Diese exzellente Dressuranpaarung geht auf For Romance I x Romanov Blue Hors zurück und erschuf ein Fohlen mit maximaler Selbstdarstellung, eine herausragende Bergauftendenz, eine unbeschreibliche Körperbeweglichkeit und einer beeindruckenden Rahmenerweiterung im Trab. „Bei diesem Fohlen darf sich nicht nur der Züchter freuen, sondern das ganze Zuchtgebiet und wir als Richter freuen uns, dieses Fohlen zum Sieger küren zu dürfen," spricht Helmut Feigl. 
Christian Rainer, welcher letztes Jahr die hochumjubelte Siegerin bei den dressurbetonten Stutfohlen stellte, konnte heuer bei den dressurbetonten Hengstfohlen den Reservesieg mit nachhause nehmen. Abstammend von Viva Gold x Finesse wusste dieses kapitale Hengstfohlen wie es sich zu präsentieren hat. Vom Feinsten überzeugte mit einer hervorzuhebenden Rahmenerweiterung und steigerte sich am Abend beim Finale noch einmal und erhielt eine Endnote von 9,5. 


Bundesjungstutenschau – Topmoderner Nachwuchs 
Die Bundesjungstutenschau für springbetonte drei- und vierjährige Jungstuten wurde am Donnerstag mit dem Freispringen eröffnet. Die zwölf springbetonten Stuten wurden in der Sprunggasse und im Galopp beurteilt, wobei sich das Richterduo rund um Hans Heinrich Brüning und Dr. Helmut Feigl einen ersten Eindruck machen konnten. Am Freitag ging es in die zweite Runde und sie holten sich eine Benotung für den Gesamteindruck, das Gebäude, den Schritt und Trab ab. Auch die 19 Dreijährigen und zehn Vierjährigen dressurbetonten Stuten hatten ihren großen Auftritt in der Veranstaltungshalle. 


Springbetonte Bundesjungstuten
Am Samstag zogen sieben springbetonten Stuten in die Veranstaltungshalle zum großen Finale ein. Nach dem Endring verkündete das Richterduo die frisch gebackene Bundeschampionesse: Schimmelstute Cinnimini aus dem Züchterhaus von Michael Pobitzer und Julia Strilka und steht auch im Besitz dieses Paares. Die Stute stammt aus der Linie von Cayado nach Canto und verkörpert ein modernes Sportpferd mit einer erstklassigen Freispringvorstellung, welche nahe an der Qualität der Vizebundeschampionesse angesiedelt ist. Die Endnote von 8,5 enthält eine grandiose Freispringnote von 9,5 Puntken und der Galoppnote 9,0.
„Wenn es hieße Freispringcup 2022 in Stadl-Paura und es nur um die Vorstellung in der Sprunggasse gehen würde, dann hätte Querida de Styria souverän gewonnen,“ so der Richter Hans Heinrich Brünning. Die Stute aus der Zucht und im Besitz von Phillip Kröll zeigte eine sensationelle Vorstellung und bekam die Höchstnote von 10,0 für ihre Qualität am Sprung. Die Ogano Sitte / Quite Capitol-Tochter wurde aber im Gesamtranking mit 8,39 auf Platz zwei gereiht, da die Bundeschampionesse Cinnimini bei den restlichen Noten noch besser überzeugen konnte. 


Dreijährige Bundesjungstuten
Eine herausragende Qualität steckte in den zehn Endringstuten aus dem Jahrgang 2019. Nachdem die Richter so überzeugt waren und jede Stute eine Klasse für sich war, reihten sie sechs von ihnen Ex-Aequo auf Platz 5 mit einer Endnote von 8,4 Punkten. Eine lockte jedoch alle Blicke auf sich, die Governor-Tochter Tahliya MH nach San Amour. Die Stute stammt aus der Zucht und steht im Besitz der MH Pferdezucht- und Sport GmbH und stellt die diesjährige Bundeschampionesse der dreijährigen Bundesjungstuten. Eine ganggewaltige Erscheinung mit einer exzellenten Präsentation ihrer drei überdurchschnittlichen Grundgangarten, könnte die bildhübsche Dunkelfuchsstute deutlich punkten und erhielt dreimal die 9,0 für den Typ, das Exterieur und die Gangmechanik. (Endnote 8,8)
Der Reservesieg geht an die Broadmoar KG, welche mit einer ganzen Riege an Pferden zum Bundeschampionat angereist waren. Broadmoars Walerie von Livaldon und weiterführend auf die Linie des Bailamos Biolley holte sich mit einer Endnote von 8,7 den zweiten Platz. Die langbeinige schicke Stute verfügt über herausragende Reitpferdegrundgangarten, welche trotz der für sie beeindruckende Kulisse, nicht in Frage gestellt werden konnte. Hochmodern – elegant – schick aufgemacht, diese Adjektive kamen vom Richterkollegium für die Reservesiegerin. Für ihre Gangmechanik erhielt sie die Höchstnote von 9,5 Punkten.


Vierjährige Bundesjungstuten:
Über eine wohl gleichgestellte Qualität durfte man sich auch bei den Vierjährigen freuen. Fünf Stuten präsentierten sich unter Applaus der Zuschauer/innen im Endring. Die lackschwarze Auheim’s Sarah Kay ist nicht nur optisch eine Erscheinung, sondern wurde auch für ihr herausragendes Interieur gelobt. Mit Noten von bis zu 9,0 Punkten stellt sie die neue Bundeschampionesse der vierjährigen Bundesjungstuten. Mit dem Topvererber Secret als Vater und Licotus als Mutter/Vater erscheint hier eine interessante und gut gewählte Linienführung, welche die Stute mit einem Höchstmaß an Takt und Geschmeidigkeit ausstattet. Helmut Feigl spricht an dieser Stelle eine Gratulation an das österreichische Zuchtgebiet aus. 
Die Züchtergemeinschaft Eisenberger stellt in dieser Gruppe die Reservesiegerin Zazou ZGE von Zoom / Dimaggio. Die Noten dieser schwarzen Stute reichen von 8,0 bis zu 9,0 Punkten und reihten sich bei einer Gesamtnote von 8,4 Punkten ein.

 

Reitpferdechampionat – Nachwuchscracks für das Viereck

Bei den dreijährigen Reitpferden zogen von den 17 Teilnehmer/innen die besten Acht in das Finale am Sonntag ein - wiederrum die besten Vier gingen zum Fremdreitertest. Zum einen wurde wie im letztem Jahr Frederike Schulze-Wallner als Fremdreiterin geladen und zum anderen Routinier Ralf Kornprobst. 


Den Sieg mit der Note 8,6 holte sich bei den Dreijährigen der großrahmige Hengst Eyecatcher W (v. Escamillo PrH. n. Belissimo M), der zuletzt schon beim niederösterreichischen Landeschampionat überzeugen konnte. Dressurreiterin Lea-Elisabeth Pointinger wurde auf ihn aufmerksam, hatte bei seinem sehenswerten Auftritt Ende August gleich zugeschlagen und so wechselte die Nachwuchshoffnung auch prompt beim Landeschampionatswochenende ihren Besitz. Die Zügel beim Bundeschampionat überließ die Berufsreiterin aber seiner Ausbildnerin Jeannine Zuber, welche den Hengst seit Beginn an kennt. Züchter dieses Hengstes ist Andreas Winter und die beiden Fremdreiter vergaben eine 9,0 für seine Rittigkeit. Den Reservesieg erritt sich Katrin Großholzner auf der Stute Goggia (v. Secret n. Fürst Grandios) mit dem Endergebnis von 8,5 Punkten.


Auheim’s Sarah Kay konnte sich nicht nur den Titel bei den vierjährigen Bundesjungstuten sichern, sondern kürte sich zur Doppelchampionesse durch den Sieg bei den vierjährigen Reitpferden. Reiterin Stephanie Dearing sorgte für eine perfekte Vorbereitung, sodass die beiden Fremdreiter eine 10,0 und 9,5 vergaben (Endergebnis 8,7). Züchter und Besitzer sind die Pferde von Auheim GmbH & Co KG. Die Stute Walk this Way (Z.: Alfred Leser; B.: Broadmoar KG) erreichte bei starker Konkurrenz, mit 8,6 Punkten, den zweiten Rang (v. Le Vivaldi PrH. n. His Highness). Vorgestellt wurde sie von Stilistin Bettina Kendlbacher. 

 

Titelvergabe für das Dressur-, Spring-, und Geländepferdechampionat

Neben den Zuchtbewerben kam es auch zur Titelvergabe in den Sportbewerben. Im Dressurpferdechampionat der Klasse A (Altersklasse der vier- bis fünfjährigen Dressurpferden) erwies sich Genua Sampdoria (Z.: Christian Großholzner) mit ihrer Ausbilderin Nicole Berhuber mit konstanter Leistung und wurde am Ende mit dem Sieg belohnt. Die Bon Coeur-Tochter erhielt für den Trab die 9,0 und wurde mit dem Endergebnis von 8,28 auf die Siegerehrungsrunde in der großen Veranstaltungshalle geschickt. Am zweiten Platz stand Ulrike Prunthaller mit dem aus der Zucht von Herbert Stanek stammenden Bartlgut’s Donati (8,22 Punkte) und auf Platz drei Santa Florentina mit Katrin Großholzner im Sattel (8,20 Punkte; Z.: Christian Großholzner).
Ein nicht unbekannter Hengst konnte auf ein Neues in der Dressurpferdeprüfung der Klasse L überzeugen und seine Schärpensammlung erweitern: Bartlgut’s Traunstein K (Z.: Mag. Wolfgang Kromoser) und seine Ausbildnerin Ulrike Prunthaller. Der Körsieger, HLP-Sieger und letztjährige Bundessieger erhielt für den Trab und den Galopp eine Glatte 9,0 und platzierte sich mit einer Endnote von 8,52 auf dem Siegerpodest. Jacqueline Toniutti erreichte auf Amica von der Aue (Z.: DI Hans-Jörg und Ulrike Gasser) Platz zwei (8,36 Punkte), dicht gefolgt von Ulrike Prunthaller und Bartlgut’s Donati (8,32 Punkte; Z.: Herbert Stanek).

 

In der Fixkraft-Arena (Waldarena) fanden alle Springbewerbe statt, unter anderem das Springpferdechampionat der fünf- sowie sechsjährigen Springpferde. Die Happy-Horse-Reiterin Magdalena Margreiter stellte bei den fünfjährigen Nachwuchspferden die Siegerin. Der Schimmelwallach Adzomet KES (Z.: Thomas W. Kreidl) von Adzaro de L'Abbaye B erhielt für seine Leistung im Parcours eine 9,0 und reihte sich mit Gesamtpunktezahl von 25,6 Punkten on Top. Vize-Champion wurde nach sehenswerten Runden Carlito v. Calme P ElH. (Z.: Stefan Fischer) und Berufsreiterin Nina Brand (25,2 Gesamtpunkte). Bei den Sechsjährigen erntete Team-Alpenspan-Reiter Anton Martin Bauer großen Applaus. Er hatte seinen selbstgezogenen Vagabond AMB, abstammend von Vagabond de la Pomme, unter dem Sattel und erhielt die verdiente Siegerschärpe beim Springpferdechampionat der Sechsjährigen. Es war spannend, denn er musste sich im Stechen gegen Patrick Prömer und Mylida (Z.: Stefan Fischer) durchsetzen, die ebenfalls über alle drei Tage fehlerfrei geblieben waren, aber in der Entscheidung einen Ticken langsamer ins Ziel jumpten.

 

Bei den Buschpferden ging es am Freitag mit der Dressur los, bei starkem Regen bewältigten sie am Samstag das Gelände und am Sonntag stellten sie sich noch dem Parcours in der Waldarena. Einen besonderen Erfolg feierte das Züchterhaus Winter aus Rudersdorf, denn beide Geländepferdechampions stammen nicht nur aus der Zucht von ÖR Heinz Winter, sondern auch aus derselben Mutter Gilina n. Pocalino-Ile de Bourbon-Grannus. Geländepferdechampion der fünf- bis sechsjährigen Pferden wurde Dilino W (Z.: ÖR Heinz Winter). Katharina Jud stellte den sympathischen braunen Wallach vor und freute sich über die Schärpe für den Digitalo W-Nachkommen. Zweitbestes Geländepferd in diesem Bewerb wurde die aus der Zucht von Mag. Elisabeth Erasimus stammende Amy 28 (v. Glücksruf I) mit Vielseitigkeits-Ass Daniel Dunst. 
Lisa Held stellte den Geländepferdechampion der Sieben- bis Achtjährigen: Ginger 68 (Z.: ÖR Heinz Winter), abstammend von Elitehengst Caresino. Einen weiteren Reservesieg holte sich Daniel Dunst mit seinem zweiten Pferd Fürst Farbenfroh (Z.: Mag. Nina Neumann) von Finest.

Hier geht es zum Nachbericht des Fahrpferdechampionats und dem Ergebnis des AWÖ Fahrcups 2022: AWÖ Fahrpferdechampionat & Fahrcup 2022 / Verbände / ARGE Warmblut / News (pferdezucht-austria.at)

 

Stimmungsvolles Rahmenprogramm

Abseits der prestigeträchtigen Titelvergabe möchte die AWÖ ein ansprechendes Rahmenprogramm bieten. Die wohl schönsten Highlight waren die Abendveranstaltungen am Freitag und Samstag: die Verabschiedung von Lisa Genböck’s Top-Stute Gucci, wo doch die eine oder andere Träne geflossen war, die Jungzüchter-Präsentation, die Verleihung des AWÖ-Prädikats an Broadmoars Don Alfredo AWÖ sowie die Ehrungen an die besten AWÖ-Pferde und Züchter 2021.

Am Freitag gab es am Abend einen Sektempfang für die Ländlichen und anschließend stieg die B.R.O Party (Breeder – Rider – Owner) im Karl’s. Weiteres Highlight war die Verabschiedung von Grand-Prix-Stute Gucci 5, eine Dunkelfuchsstute, welche von Reiterin und Ausbildnerin Lisa Genböck selbst gezüchtet wurde. Die AWÖ-Stute konnte ihre gesamte Laufbahn ordentlich punkten und erreichte bereits als Fohlen die höchsten Noten. Lisa Genböck hat die Stute selbst ausgebildet und gemeinsam wuchsen sie bis zur Grand-Prix-Klasse – und das siegreich. Das eingespielte Paar erhielt am Freitagabend zudem die höchste Anerkennung im Dressursport, das Österreichische Reitabzeichen in Gold. Nach dem Motto man soll aufhören, wann es am schönsten ist, beschloss Lisa Genböck mit ihrer Familie die erfolgreiche Stute aus dem Sport zu nehmen und sie in der Zucht einzusetzen. Das erste Fohlen ist auch schon unterwegs. Die Daumen sind gedrückt und wir freuen uns auf den Nachwuchs nächstes Jahr.

Am Samstag standen zwischen dem Finale des Fohlenchampionats und der Entscheidung der Bundesjungstutenschau die Ehrungen am Programm. Die besten AWÖ-Pferde und Züchter des vergangenen Jahres 2021 wurden noch einmal hochgelebt und ihnen in der Veranstaltungshalle gratuliert. Im Rahmen des erfolgreichsten Dressurpferd 2021 kam Don Alfredo 2 mit seiner Reiterin Bettina Kendlbacher in die Halle geschwebt. Sie zeigte, mit dem selbst ausgebildeten Fuchswallach aus der Zucht von Alfred Leser, die höchsten Lektionen des Dressursports und kam anschließend in die Mitte, wo sie die Ehrungsauszeichnung entgegennahm. Als Überraschung wurde dem schicken Bewegungskünstler eine besondere Auszeichnung verliehen: Nach den beiden Prädikatsvergaben an „For President AWÖ“ und „Contario AWÖ“ läuft der Fuchs ab jetzt unter dem Namen „Broadmoars Don Alfredo AWÖ“.

Die besten Züchter & Pferde 2021 im Überblick:

 

    Züchter des Jahres 2021

1. Platz: Wolfgang & Josef sen. Stürzlinger

2. Platz: Alfred Leser

3. Platz: Johann Frischeis

 

    Bestes Voltigierpferd 2021: Feuertanz SA v. For Compliment
    Z.: Lebrecht Angerer; B.: Alina Elisa Durlacher

 

    Bestes Vielseitigkeitspferd 2021: Look at me 7 v. Ladinos
    Z.: Doris Sambeth; B. & R.: Michaela Iglhauser  

 

    Bestes Springpferd 2021: Obora’s Chloe v. Chacco-Blue
    Z.: Johann Frischeis; B.: Kurt Hiler; R.: Marlon Modolo Zanotelli/Raleigh Hiler

 

    Bestes Fahrpferd 2021: Roderick CV v. Riccione
    Z.: Karl Cvörnjek; B.: Fam. Chardon; F.: Bram Chardon

 

    Bestes Dressurpferd 2021: Broadmoars Don Alfredo AWÖ v. Destano
    Z.: Alfred Leser; B.: Broadmoar KG; R: Bettina Kendlbacher

 

Weiters wurden die Teilnehmer, Züchter und Besitzer der diesjährigen Jungpferde WM in Ermelo hochgelebt: Die Reiter Martin Hauptmann, Ulrike Prunthaller und Lisa Horler waren mit ihren österreichischen Zuchtprodukten unter den besten Jungpferde der Welt dabei und wurden mit einem kräftigen Applaus gefeiert. Lisa Horler war leider krankheitsbedingt zu Hause geblieben, dafür war ihr Lebenspartner Sebastian Horler aus Deutschland angereist. Die Züchter Dietfried Angerer (Sportpferde Angerer), Isabella Willibald und Herbert Stanek waren ebenfalls am Samstagabend dabei.

AWÖ Obmann und Geschäftsführer des Pferdezentrums Stadl-Paura, Johannes Mayrhofer, nahm ebenfalls das Mikrofon in die Hand und bedankte sich im Namen des ganzen Zuchtgebiets bei Zuchtkoordinatorin Mag. Theresa Deisl. Ohne ihren Einsatz und ihrem Engagement wäre die österreichische Pferdezucht nicht da, wo sie heute ist.

Das 38. AWÖ-Bundeschampionat war trotz des schlechten Wetters wieder ein voller Erfolg. Ein großes Dankeschön geht an alle Funktionäre, Sponsoren, Helfer und Teilnehmer/innen dieses Wochenendes. Im Zuchtkalender geht es von 03. bis 05. Februar 2023 mit den AWÖ Hengsttagen weiter. Davor findet am 08. Oktober 2022 das Steirische Freilauf- und Freispringchampionat statt, sowie am 26. Oktober 2022 das traditionelle Österr. Freispringchampionat in Stadl-Paura.

 

Ergebnisse: Reitpferdechampionat

Ergebnisse: Fohlenchampionat

Ergebnisse: Bundesjungstutenschau

Ergebnisse: Dressurpferdechampionat

Ergebnisse: Springpferdechampionat

Ergebnisse: Geländepferdechampionat

Ergebnisse: Fahrpferdechampionat

Ergebnisse: Sportbewerbe

 

Text: Katharina Brandstetter

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